Birgit
Wolter:
Geschlechterspezifik Sprache Literarische
Konstruktion
Empathiestrukturen bei Emilia Pardo Bazán und Benito
Pérez-Galdós
412 Seiten, 25,50 , ISBN 3-925867-23-6 (1997)
Band 2 der Reihe "Gender Studies Romanistik"
Die Frage nach einer geschlechterspezifischen Differenz
literarischer Kreativität wird in der Literaturwissenschaft seit
den siebziger Jahren gestellt, konnte bis jetzt aber keineswegs
in befriedigender Form beantwortet werden. Über eine Analyse der
Empathiestruktur von Romanen Pardo Bazáns und Galdós
gelingt es hier, den Einfluß des Faktors Geschlecht auf die
literarische Produktion anhand konkreter Textmerkmale
nachvollziehbar zu machen. Als Grundlage dient die linguistische
Forschung zur Beziehung von Empathie und Syntax:
die Beobachtung, daß sich die Einfühlung eines Sprechers in die
Personen, über die er spricht, auf die gewählten sprachlichen,
insbesondere syntaktischen Strukturen auswirkt.
Die Untersuchung der Empathiestrukturen die Frage nach der
Empathie der Autoren in jeweils gleich- und gegengeschlechtliche
Figuren kann eine in der Textrezeption und -produktion
unbewußte Textdimension durchschaubar machen und ermöglicht auf
diese Weise neue Aufschlüsse darüber, auf welch subtilen Wegen
die Geschlechtsidentität von weiblichen und männlichen
Autoren in ihre literarischen Konstruktionen einfließt.
Libro sobresaliente en el mar de la crítica femenina ... El libro abre muchos caminos para investigaciones futuras. (Roland Spiller in Notas)
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