Maria
Isabel Barreno, Maria Teresa Horta, Maria Velho da Costa
("die drei Marias"):
Neue Portugiesische Briefe
Roman; aus dem Portugiesischen von Ludwig Graf von
Schönfeldt
Mit einem Nachwort von Elfriede Engelmayer
320 Seiten, 20,- , ISBN 3-925867-15-5
(1995, Neuauflage der deutschen Übersetzung von 1976)
Die Veröffentlichung der von den drei Schriftstellerinnen
gemeinsam verfassten Novas cartas portuguesas führte
1972 zum wohl größten literarischen Skandal im Portugal der
Salazar/Caetano-Diktatur. Das Buch wurde beschlagnahmt und gegen
die Verfasserinnen Anklage wegen Verletzung des
öffentlichen Anstands erhoben. Das Hauptthema der
Neuen Portugiesischen Briefe ist die
jahrhundertelange Unterdrückung der portugiesischen Frau. Die
Briefe, Gedichte, Prosatexte thematisieren in dreifacher
Perspektive verschiedene Facetten weiblicher Lebenserfahrung
(Liebe, Ehe, Sexualität, Schwangerschaft, Abtreibung) und
reflektieren gesellschaftliche Machtverhältnisse, u.a. Diktatur,
Kolonialkrieg, Emigration. Der Prozess gegen die drei
Marias führte zu einer weltweiten Solidaritätskampagne.
Das in viele Sprache übersetzte, literarisch innovative Werk
wurde zu einer der wichtigsten literarischen Bekundungen der
internationalen Neuen Frauenbewegung.
In deutscher Übersetzung sind von Maria Isabel Barreno in der
edition tranvía der Roman Der Herr
der Inseln und der Erzählband Die
Nonne und der Mörder erschienen sowie von Maria Velho
da Costa der Lyrikband Corpo Verde ·
Körper, Grün.
Die Neuen Portugiesischen Briefe der drei
Marias wurden zur literarischen Vorhut der späteren
Revolution. (Emma)
Ein Buch voller Schwermut und auch Selbstbewusstsein. Wegen
seiner Sinnlichkeit und seiner Intelligenz ist es das Beste, was
jemals über die Situation der Frau geschrieben wurde.
(Newsweek)
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