Doris
Gruber:
Literarische Konstruktion und geschlechtliche Figuration
Das Erzählwerk Carmen Martín Gaites und Juan Goytisolos im
Kontext des Frankismus
352 Seiten, 27,50 , ISBN 3-925867-70-8 (2003)
Band 9 der Reihe "Gender Studies Romanistik"
Diese Studie untersucht den Zusammenhang zwischen
literarischer Konstruktion und geschlechtlicher Figuration anhand
des narrativen Werks von zwei der bekanntesten AutorInnen der
spanischen Gegenwartsliteratur: Carmen Martín Gaite und Juan
Goytisolo. Beide entstammen derselben literarischen Generation;
die prägenden Jahre haben sie unter dem Vorzeichen des
Frankismus erlebt. Lebens- und Schreibstrategien wurden in jenen
Jahren ausgebildet und wirkten auch noch auf den modernen bzw.
postmodernen Wandel in Kultur und Gesellschaft ein.
Bei diesen Voraussetzungen setzt Doris Grubers Untersuchung des
Erzählwerks der beiden AutorInnen an und spannt einen Bogen vom
Beginn ihres Schreibens in den fünfziger Jahren bis zum Ende des
Frankismus und darüber hinaus. Mit Blick auf die jeweils
aktuellen literarischen Konventionen stellt die Verfasserin
geschlechtliche Figurationen in den Texten Martín Gaites und
Goytisolos fest, die im Gesamtkontext der Analyse und
Interpretation diskutiert werden. In klarer und umfassender
Darstellung wird der Nachweis erbracht, dass geschlechtliche
Perspektiven nicht nur auf signifikante Weise unterschiedlichste
Texte markieren, sondern tiefgreifende Differenzen in Bezug auf
die Verarbeitung historischer, gesellschaftlicher und
individuell-biographischer Aspekte konstituieren.
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